PIUMA TWIN Soaring

Auf dieser Homepage befinden sich Bilder vom
Bau des italienischen Reisemotorsegelflugzeugs PIUMA TWIN.
Das zweisitzige Flugzeug wurde Ende der 90er Jahre von meinem italienischen Freund Tiziano Danieli als Ultraleicht-Motorsegler entwickelt. Es handelt sich überwiegend um eine Holzkonstruktion. Zur Zeit sind mehrere Exemplare im Bau. Bei meinem hier vorgestellten Bauprojekt handelt es sich um eine Ausführung mit geringfügig verlängerten Tragflächen (Spannweite 14,08 m) zur Verbesserung der Segelflugeigenschaften sowie einer geringfügigen Rumpfverschlankung zur Verbesserung der Aerodynamik.
Mein Projekt wird von einem amtlichen Bau-Prüfer Klasse 3 + 5 des DAeC (Herrn Jörg A. Reichle) und von einem Gutachter der Oskar-Ursinus-Vereinigung (Herrn Franz Friedel) begleitet. Seit Februar 2008 ist für die behördliche Zulassung des Flugzeugs nicht mehr der DAeC, sondern das Referat T4 des Luftfahrt-Bundesamts zuständig. Der Zuständigkeitswechsel erfolgte, weil durch die überaus stabile Konstruktion des Flugzeugs die UL-Gewichtsgrenzen nicht mehr eingehalten werden konnten und ich deshalb einen Klassenwechsel von Ultraleicht zu Motorsegler beantragt hatte.
Der bisherige Bauverlauf:
Ich habe nach fast einjähriger Planungsphase im Herbst 2002 mit dem Bau des Flugzeugs begonnen und zunächst den Leitwerksträger und das T-Leitwerk erstellt. Im Frühjahr 2004 war ich ca. 3 Monate mit dem Bau der Tragflächenrippen beschäftigt. Danach baute ich die Flügelholme. Zum Ende des Herbstes 2004 waren dann die Torsionskästen fertig. Über den folgenden Winter baute ich die Rumpfspanten und einen Teil des Fahrwerks. Außerdem begann ich mit dem Bau eines selbst entworfenen 4-blättrigen Faltpropellers. Vom Frühjahr bis Spätherbst 2005 war ich mit dem Aufbau der Tragflächen beschäftigt. Im Sommer 2006 habe ich den kompletten Rumpf-Rohbau und verschiedene Einbauteile wie den Instrumentenpilz und die Rahmen der beiden Flügeltüren erstellt. Über den Winter 2006/2007 wurde der Tank, das Kraftstoffsystem und der Motorträger gebaut. Im September 2007 wurden die erforderlichen Belastungsversuche für die Rohbauabnahme durchgeführt. Danach baute ich die Motorverkleidung und meine Frau nähte die Sitzpolster. Das Frühjahr und der Sommer 2008 war von den Finish- und Lackierarbeiten geprägt. Dann kam die Endmontage mit den Abschlusseinstellarbeiten. Nach Fertigstellung des Flugzeugs im August 2008 folgte die Bodenerprobung auf dem Fliegerhorst Leipheim mit vielen "Miniflügen" über die 2650 m lange Piste.
Leider schaffte es mein OUV-Gutachter aufgrund anderweitiger Verpflichtungen nicht, das für die praktische Erprobung notwendige 2.Gutachten zu erstellen. Als das Gutachten im April 2009 immer noch nicht fertig war, kam mir das LBA schließlich so weit entgegen, dass ich die vorläufige Verkehrszulassung zur Erprobung des Flugzeugs ohne das 2. OUV-Gutachten erhielt. Am 04.04.2009 konnte ich nach unendlich langem Warten das erste mal legal mit meinem Flieger von der Piste des Bundeswehrfliegerhorstes Leipheim abheben. Nach einigen Nach- und Verbesserungen war ich mit den Flugeigenschaften dann höchst zufrieden und hoffte schon auf eine baldige Erteilung der endgültigen Verkehrszulassung.
Leider zwang mich am 14.06.2009 ein Motorausfall zu einer Notlandung, bei der das Flugzeug schwer beschädigt wurde.
Der Bau des Flugzeugs hat mir sehr viel Spaß gemacht und nebenbei sind
einige Freundschaften entstanden, die ich auf keinen Fall mehr missen möchte.
Wer Näheres über mich erfahren will kann hier klicken.
Achim
Groh, D-89168 Niederstotzingen, Waltherstraße 29
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